Tag 0: Ich bin wirklich hier

Die Karte, die er mir zeigte, sah genauso aus wie in dem Spiel. Ich befürchte, ich bin wirklich in ein Spiel gesprungen, aber wie und warum, das bleibt ein Rätsel. Aber auch dies würde ich irgendwann noch herausfinden. Er, der Mann, genauer gesagt mein Untertan, begann mir zu erklären, was ich sah.

„Die zwei markierten Burgen sind euer mein Herr und die drum herum liegenden Burgen beziehungsweise die drum herum liegenden Eden Länder gehören dazu. Die Burgen müsst ihr so schnell wie möglich ausbauen, nicht nur neue Burgen erobern, sondern auch die bereits euch zugewiesenen Burgen verbessern!“

Dies ist alles meins, dachte ich. Bei mir beziehungsweise, nun ja, sind wir mal ganz ehrlich, lässt grüßen, sprach mein innerer Gollum. Anders kann ich diesen Gedanken nicht erklären. Die Wälder, die auf dieser Karte eingezeichnet waren, wollte ich genauso erkunden wie meine andere Burg. Aber zunächst musste ich das Dringlichste klären. Wie zur Hölle bin ich hier hingekommen? Ich hoffe, für diese Frage habe ich nun Zeit, wobei der Ausdruck des Mannes, der mir soeben alles auf der Karte zeigte, etwas anderes vermuten ließ.

Ich hatte so viele Fragen und wusste nicht genau, wo ich anfangen sollte. Doch ich wusste es. Ich musste erst einmal herausfinden, mit wem ich hier sprach.

Tag 0 nach dem Erwachen

„Scheiße, ich bin auf der Couch eingeschlafen!“ ermittle ich mit diesem Ausruf. Jedoch finde ich mich nicht an dem erwarteten Ort wieder – meiner eigenen Couch – sondern in einem prunkvollen Bett! Offensichtlich befinde ich mich auch nicht in meinem Wohnzimmer; das war klar. Doch wo genau ich mich befinde, ist mir ein Rätsel.

Es sieht aus wie ein Schlafzimmer, aber nicht meines, sondern das eines Königs aus dem Mittelalter, königswürdig genau genommen.

Ich habe keine Ahnung, wo ich bin oder in welcher Zeit. Das ist verdammt gruselig. Oder besser gesagt, nicht nur gruselig, sondern auch äußerst merkwürdig. Gerade eben lag ich noch auf der Couch, und nun scheine ich im Mittelalter gelandet zu sein. Das überfordert mich auf gewisse Weise!

Das Bild im Comicstil gehalten, ein sehr edles Schlafzimmer, wo ein Mann gerade wach wird und über seinem Kopf ist eine Sprechblase Scheiße das ist nicht meine Couch

Offenbar hat mein vorheriger Ausruf, den ich abgesondert habe, jemanden erreicht – oder ich habe ihn laut genug ausgestoßen, so dass die Person, die jetzt in mein Zimmer stürmte, ihn mitbekommen musste!

„Herr?“, sagte beziehungsweise fragte er, zumindest schien es eine Frage zu sein – oder vielleicht ein Ausruf des Unglaubens, da bin ich mir nicht ganz sicher.

„Wo bin ich?“, fragte ich und wies mit meinem Zeigefinger auf die Umgebung. Ich nahm an, dass der Mann vor mir verstand, was ich meinte, aber man kann nie sicher genug sein!

Fortsetzung folgt