Diebstahl

Auf dem Weg zur Arbeit, ein Morgen so grau,
Ein Fremder trat näher, sein Blick war nicht lau.
Er fragte nach Rauch, doch ich hatte kein‘ da,
Sein Plan schien zu wanken, so sonderbar.

Er fragte nach Geld, doch ich blieb dabei,
„Hab nichts für dich übrig,“ sprach ich, ganz frei.
Doch plötzlich, ein Stoß, ein Griff in die Tasche,
Was er wohl suchte, in dieser Hastmasche?

Kein Geld zog er raus, nur ein Liquid-Pott,
Ein Stück meiner E-Zigarette, welch‘ Spott.
Ich hoffe, es brachte ihm Freude, ein Lachen,
Am Morgen danach, in neuen Gedanken.

Die Elster 

Hast du jemals unbeabsichtigt gegen das Gesetz verstoßen?

Erinnerung an den glitzernden Klebestift

Hab‘ ich unbeabsichtigt ein Gesetz gebrochen?
Eine Straftat begangen in kindlichem Reigen?
Tatsächlich, ich weiß es nicht, es bleibt verborgen,
Denn die Erinnerung ist nur ein vager Schein.

Zwischen fünf und sieben, so jung und unschuldig,
Mit Eltern an der Seite, Metro war der Ort.
Hinter der Kasse ein glitzernder Klebestift,
Der funkelte wie ein Schatz, so herrlich und fort.

Wie eine Elster griff ich zu, in kindlichem Spiel,
Wartend auf Vater, der beim Bezahlen stand.
Versteckt in der Tasche, in der kleinen Hand,
Ein Abenteuer, das niemand wirklich verstand.

Zum Auto gingen wir, ich zog den Schatz hervor,
Mein Gott, die Erinnerung verblasst, doch die Reaktion
Meiner Eltern war streng, sie waren nicht erfreut,
So war es halt, ein Moment aus meiner Kindheit getäuscht.